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Junge Rehe und andere Wildtiere nie berühren!
Junge Wildtiere mögen noch so herzig sein, wir dürfen sie nie, aber auch gar nie berühren.
Damit liefern wir sie dem sicheren Tod aus. Den zugegebenermassen fast
unwiderstehlichen Impuls, so ein kleines Rehkitz in die Arme zu nehmen
und zu streicheln, müssen wir unbedingt unterdrücken. Die Mütter mit
ihrem feinen Geruchssinn wittern alles Fremde und akzeptieren ihre
eigenen Kinder nicht mehr. Diese müssen dann jämmerlich verhungern. Vor
allem junge Rehkitze drücken sich bei Gefahr an den Boden und rühren
sich nicht. Sie sind nicht verlassen, nicht krank, sondern haben Angst. Sie verhalten sich instinktmässig so.
Ihre Mütter kommen nur sporadisch vorbei, sie zu säubern und zu säugen. Lassen Sie die Jungtiere in Ruhe.
Merken Sie sich - falls die Jungtiere im hohen Gras liegen - allenfalls
den Standort und wenn sie wirklich etwas Gutes zum Wohl des Jungtieres
tun wollen, informieren Sie den Bauern, damit er weiss, dass in seiner
Wiese Jungtiere sind und Vorkehrungen treffen kann, damit er sie beim
Mähen nicht verletzt. Er kann allenfalls Jäger avisieren, damit sie die
Jungtiere «verspiegeln», d.h. mittels Spiegel vertreiben.
Ausnahme verletzte Jungtiere
Eine Ausnahme bilden natürlich verletzte Jungtiere. Hier ist aber
zuerst abzuwägen, ob die Tiere so stark verletzt sind, dass ohne unsere
Hilfe kein Überleben möglich ist oder ob sie allenfalls in ihrer
gewohnten Umgebung ohne Fremdeinwirkung überleben können. Oberstes
Gebot ist und bleibt das Wohl des Tieres und der Helfer/die Helferin
tut gut daran, sein/ihr allenfalls gut gemeintes, von sentimental
verbrämten Gefühlen durchmischtes Helfersyndrom ehrlich zu
hinterfragen.
Aber auch hier gilt: Verletzte Tiere dürfen nur vorübergehend in Pflege genommen werden. Es ist gesetzlich verboten, Wildtiere als Haustiere zu halten. Am Besten avisieren Sie den Obmann der Jagdgesellschaft. Er weiss, was zu tun ist.
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