Kann man Fledermäuse ansiedeln?
Nein, man kann sie nicht direkt ansiedeln, aber sonst viel für sie tun, z.B. in baulicher Hinsicht. Fledermäuse sind angenehme Nachbarn - sie vertilgen so viele Mücken, dass man sie als eines der hervorragendsten Mückenmittel
bezeichnen kann. Mit kleinem Aufwand lassen sich viele Bauteile
fledermausgerecht gestalten. Erwiesenermassen verursachen Fledermäuse
keine Probleme für den Menschen.
Fledermäuse brauchen sehr wenig Platz (etwa soviel wie ein Telefonbuch
für 50 Mütter mit ihrem Nachwuchs), zerstören keine Bauteile und
allfällige Verschmutzungsprobleme lassen sich mit einfachen Massnahmen
verhindern. Dafür können Hausbesitzer die kostenlose Unterstützung durch Fachleute beantragen, denn Fledermäuse sind auf Bundesebene geschützt.
Auch in modernen Gebäuden kann (und könnte!) es viele Verstecke für Fledermäuse haben. (siehe Bild 1)
Für Zwischendächer empfiehlt sich ein 2-3 cm grosses Einschlupfloch
unter dem Firstziegel und direkt darunter eine griffig aufgeraute,
handtellergrosse Landefläche. (siehe Bild 2)
Solche Wandverschalungen lassen sich auch nachträglich anbringen. Auf
beiden Seiten sollten ca. 10 cm breite und 2-3 cm tiefe
Einschlupflöcher frei bleiben. (siehe Bild 3)
Blechabzüge von Flachdächern lassen sich einfach zu
Fledermausquartieren umfunktionieren. Ist nicht schon ein 2-3 cm
grosser Spalt vorhanden, kann man das Blech einfach ein wenig von der
Wand wegziehen. (siehe Bild 4)
Für Estrich bewohnende Fledermäuse ist ein offenes Fenster von mindestens 20 x 30 cm und max. 50 x 100 cm nötig.
Übrigens eignen sich geschützte Scheiterhaufen vorzüglich als Winterquartier für die Rauhautfledermaus.
Gratis-Bauberatung
Fachleute vom Fledermausschutz unterstützen Hausbesitzer gerne bei der Planung und Einrichtung neuer Fledermausquartiere.
Kontaktadresse für Fledermausberatung:
Ingrid Schroffenegger
Felsenhofstr. 6
8340 Hinwil.
Tel. 044 937 36 10
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